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In Hage bei Gott zu Hause

Amtseinführung von Pastor Frank Weßler: „Beheimatung“ als Thema

In Hage bei Gott zu Hause
Assistenten, P.Weßler (M.): Willkommen!

Hage, 4. August `19 - „Mitbürger der Hager Heiligen“ und in der St.Ansgarikirche „mit dem Herrgott unter einem Dach“: das seien nun ganz offiziell Pastor Frank Weßler und seine Familie. So sagte es Superintendent Dr. Helmut Kirschstein in seiner launigen Einführungsansprache für den neuen Hager Geistlichen, der das Pastorenteam nach einem Dreivierteljahr Vakanz wieder vervollständigt. In der gut gefüllten Kirche begrüßte die Gemeinde ihren „Neuen“ mit einem feierlichen Gottesdienst, zu dem Natalia Sommer an der Orgel und die Kirchenband „Trostbrot“ abwechslungsreiche Musik beisteuerten.

Den musikalischen Auftakt hatte zur freudigen Überraschung allerdings schon vor dem Kirchengebäude der Hager Posaunenchor gemacht. An der Einführungshandlung beteiligten sich dann auch der Hager Kollege Pastor Ingo Wiegmann, die Kirchenvorstandsvorsitzende Lilli Eden und Dr. Bartolt Haase, ehem. Studienkollege des Einzuführenden und Theologischer Vorstand der diakonischen Stiftung Eben-Ezer in der Lippeschen Landeskirche.

Frank Weßler wurde in Tansania geboren und legte nach Jahren in Hamburg sein Abitur in Kenia ab, bevor er sich in Deutschland zum Krankenpfleger ausbilden ließ, dann allerdings Theologie studierte und nach seinem Vikariat in der Lippeschen Landeskirche für 11 Jahre als Pastor in die Schweiz wechselte. Dass er und seine Familie „nun aber nicht mehr Gäste und Fremdlinge“ seien, wie es ausgerechnet der Wochenspruch für den Sonntag seiner Einführung formuliert, nahm Superintendent Dr. Kirschstein zum Anlass für seine persönlich bezogene Bibelauslegung. Pastor Weßler verstehe aufgrund seiner bewegten Lebenserfahrung wohl ganz besonders, wie wichtig die Beheimatung in der Kirche sei. Er werde sich sicherlich dafür einsetzen, dass sich in der Hager Gemeinde „immer noch mehr Menschen als Gottes Hausgenossen einfinden und wohlfühlen“.

Frank Weßler machte in seiner Predigt deutlich, dass eben dies zu seinen zentralen Anliegen gehört. Den Predigttext des Sonntags, der sich um Jesu Selbstbezeichnung als „Brot des Lebens“ rankte, deutete er auf jene elementaren Dinge, die uns Menschen leben lassen. Wie wir selbst uns Gottes freundlicher Zuwendung verdanken, sollten wir anderen diese Zuwendung schenken. Eben dies habe er durch das herzliche Willkommen in Hage persönlich erleben dürfen – eine eindrückliche Erfahrung, für die er sehr dankbar sei.

Dass auch ein Pastor „nur ein Mensch“ sei und neben seinem beruflichen Engagement auch persönliche Freiräume brauche: darauf wies der Superintendent in seinem „Wort an die Gemeinde“ hin. Pastor Wolfgang Weth, Vorgänger von Frank Weßler auf der Pfarrstelle I und nach wie vor in seiner Band „Trostbrot“ aktiv, kommentierte das mit dem fröhlichen Zwischenruf: „Wenn Du den Kopf frei bekommen willst, brauchst Du nur zweieinhalb Stunden lang im Garten des Pfarrhauses den Rasen zu mähen!“

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