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"Die Diakonie liegt uns am Herzen"

Woche der Diakonie eröffnet - Vielfältige Angebote für Menschen jeden Alters
"Die Diakonie liegt uns am Herzen"
Werbung für´s gute Angebot der Diakonie

Norden, 2. September `18 - "Und vergib uns unsre Schuld" - unter diesem Motto stand am Sonntag der Gottesdienst zur Eröffnung der diesjährigen "Woche der Diakonie". Superintendent Dr. Helmut Kirschstein interviewte den Schuldnerberater Erwin Bogena vom Diakonischen Werk Norden und zeigte in seiner Predigt Verbindungen zwischen "Schulden" und "Schuld" auf: Wer sich durch Gott von Schuld befreit wisse, habe auch die Verantwortung, Menschen auf dem Weg der Entschuldung zu beraten. Die Ludgeri Gospel Singers gaben der Eröffnung den besonderen Rahmen.

In einem Pressegespräch hatte der Superintendent zuvor gemeinsam mit Dieter Hülsebus, dem Leiter des DW Norden, und dem Diakoniebeauftragten des Kirchenkreises, Pastor Stephan Bernhardt (Norderrney), auf die Bedeutung der Diakonischen Woche hingewiesen. Die „Woche der Diakonie“ habe ein Ziel: „Wir wollen zeigen, wie wir als Kirche helfen. Bei uns wird nicht nur geredet, sondern auch gehandelt“, sagte Pastor Bernhardt, der auch Vorsitzender des Diakonieausschusses im Kirchenkreis ist. Gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Norden lädt der Ausschuss zu der Veranstaltungsreihe ein, die am Sonntag, 9. September, mit einem Abschlussgottesdienst in der evangelisch-lutherischen Inselkirche Norderney endet. Zwischen Auftakt und Abschluss liegen täglich verschiedene Angebote, die deutlich machen, welche praktische Hilfe es für Menschen jeden Alters gibt.

 Die „Woche der Diakonie“ soll die Vernetzung zwischen Diakonie und Kirche deutlich machen. Und sie soll auf die verschiedenen Angebote hinweisen. Seit 15 Jahren gibt es sie mittlerweile im Kirchenkreis Norden. Pastor Bernhardt unterstrich, dass sich diese Veranstaltungsreihe lohne: „Viele Angebote laufen sonst im Verborgenen.“ Das sagte auch Heinz-Dieter Hülsebus: Mit Hilfe der „Woche der Diakonie“ „werden wir zum einen nach außen hin mehr wahrgenommen – aber es ist auch intern eine Positionierung“. Etwa 43.000 Menschen gehörten im Altkreis den verschiedenen Gemeinden der evangelisch-lutherischen Kirche an. Superintendent Dr. Helmut Kirschstein betonte einmal mehr, dass ihm die Diakonie „am Herzen liegt“: „Sie bietet vielfältige Hilfe an.“ Gleichzeitig machte der Superintendent deutlich, dass es ein Miteinander brauche: „Die Diakonie erwächst aus der Mitte der Gemeinde, sie braucht aber professionelle Hilfe.“ Dafür stehe das Diakonische Werk. Die „Woche der Diakonie“ biete die Möglichkeit „beides zusammenzufassen“. Es gebe eine „gemeinsame christliche Verantwortung“.

Nach dem Eröffnungsgottesdienst geht es am Montag, 3. September, weiter. Im evangelisch-lutherischen Kindergarten St. Bartholomäus in Dornum wird von 8 bis 10 Uhr ein Elterncafé veranstaltet. Dies besondere Café will Eltern die Gelegenheit geben, sich über ihre Kinder auszutauschen. Mitarbeiterinnen der Psychologischen Beratungsstelle sind vor Ort, um über ihre Angebote zu berichten und Fragen zu beantworten. Den „Treffpunkt Diakonie“ in der Norddeicher Straße 146 können Interessierte am Dienstag, 4. September, beim Tag der Offenen Tür besuchen. Hier befindet sich der Tagesaufenthalt für Wohnungslose, die Norder Tafel sowie die Flüchtlingsberatungsstelle der Diakonie Norden. Am Mittwoch, 5. September ist der Diakonie-Pflegedienst zu Gast bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Frauenkreis und Seniorenkreis Nesse sowie weiterer Kreise der Region. Die Veranstaltung unter dem Titel „Wenn ich nicht mehr alles kann“ beginnt um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Nesse, Haartjeweg. Am Mittwoch, 5. September, lautet das Thema einer weiteren Veranstaltung im Jugendcafé Norden, Am Markt 39, „Pflege – engagiert und kompetent. Und doch zwischen allen Stühlen“. Drei examinierte Altenpflegerinnen sind zu Gast im Frauenkreis „Mittendrin“ der Ludgerikirchengemeinde.

Am Freitag, 7. September, gibt es einen Vortrag über die Hospizentwicklung. Er steht unter dem Thema „Wir schaffen Raum für ein würdevolles Leben bis zum letzten Augenblick“. Nach Einschätzung von Superintendent Dr. Kirschstein habe man mit dem Redner Gert Klaus einen „hochkarätigen Gast“ zu Besuch. Klaus ist Vorsitzender des Hospiz- und Palliativverbandes Niedersachsen und Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes. Im Anschluss an den Vortrag ist Platz für Diskussion. Die Veranstaltung in der Bauernstube des Hotel Reichshof, Neuer Weg 53, in Norden beginnt um 19.30 Uhr.

Bedauerlicher Weise muss der für Sonnabend, 8. September, in Rechtsupweg geplante 2. Besuchsdiensttag im Kirchenkreis Norden ausfallen.

Die diesjährige „Woche der Begegnung“ endet am Sonntag, 9. September, mit einem Gottesdienst in der Inselkirche Norderney. Dieser Gottesdienst, den Pastor Stephan Bernhardt leitet, steht unter dem Thema „Nah bei den Menschen“.

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