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Dazu berufen, das "Gesicht der Kirche" zu sein

Generalkonvent mit 1.200 Geistlichen in Hannover - Norder Pfarrerschaft dabei
Dazu berufen, das "Gesicht der Kirche" zu sein
HCC - 1.200 Geistliche unter der Kuppel

Hannover/ Norden, 20. September `17 - „Es ist sehr schön und stärkend zu spüren, welche Kraft eine solche Gemeinschaft entfaltet, wie wir sie heute hier erleben“ sagte Landesbischof Ralf Meister am Mittwoch auf dem Generalkonvent der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Mehr als 1.200 Pastorinnen und Pastoren aus Niedersachsen waren der Einladung in den Kuppelsaal in Hannover gefolgt. So etwas hatte es bisher noch nicht gegeben.

Auch 15 Pastorinnen und Pastoren aus dem Kirchenkreis Norden waren dabei. Die Superintendentur hatte extra einen Bus organisiert, der von Norden über Marienhafe fuhr und auf dem Weg in die Landeshauptstadt auch ein rundes Dutzend Geistliche aus dem Nachbarkirchenkreis Aurich mitnahm.

In Vorträgen, Diskussionen und Workshops überlegten die Theologinnen und Theologen, wie das Pfarramt zwischen inneren und äußeren Herausforderungen, zwischen Tradition und Strukturwandel beweglich und stark bleiben kann. "Die große Gemeinschaft der Pastorinnen und Pastoren miteinander zu erleben, war schon allein die Reise wert", sagte Superintendent Dr. Helmut Kirschstein. "Und die Vorträge zur `Professionalisierung´ im Pfarramt, zu Fragen der Entlastung angesichts drohender Burnout-Gefahren und zu den Zukunftsperspektiven der Geistlichen haben uns zusätzlich inspiriert."

Im Mittelpunkt der Tagung standen die Spannungen zwischen der inneren Gewissheit der Berufung, Pastorin oder Pastor zu sein, und den aktuellen Anforderungen an den Dienst in der Gemeinde. Die Berufung unterscheide den Pastorenberuf von anderen Berufen, sagte der Bielefelder Soziologe Prof. Rainer Schützeichel in seinem Hauptvortrag. „Pastoren sind das Gesicht der Kirche“, so Schützeichel. Er sei sehr beeindruckt, wie sehr die Pastorinnen und Pastoren selbst um ihr Berufsbild ringen und finde es gut, dass sie die Berufung als zentrales Moment erkennen.

Zur Stärkung der Berufungsgewissheit erinnerte Landesbischof Meister im Abschlussgottesdienstes des Generalkonventes  an die Ordination der Pastorinnen und Pastoren: „Bei unserer Ordination wurden wir mit Gebet und Auflegen der Hände in den Dienst als Pastorin oder Pastor berufen. Wir wurden berufen, gesegnet und gesendet. Daran wollen wir uns erinnern.“ Mit der feierlichen Erinnerung an die Ordination und einer gemeinsamen Abendmahlsfeier endete der erste landeskirchliche Generalkonvent. Von der Landeskirche mit großem Engagement geplant, wurde das Treffen zu einem weiteren Höhepunkt im Rahmen des Jubiläumsjahrs "500 Jahre Reformation".

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