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Hoffnungsvoller Nachwuchs: So viele wie nie zuvor!

Erstmals 14 Theologiestudierende beim Weihnachtstreffen mit dem Sup.
Hoffnungsvoller Nachwuchs: So viele wie nie zuvor!
Drangvolle Enge in der Sup´tur: schön!

Norden, 27. Dezember `17 - "Alle Jahre wieder" lädt Superintendent Dr. Helmut Kirschstein die Theologiestudierenden im Kirchenkreis Norden ein - wie es mittlerweile schon traditionell ist: am Tag nach Weihnachten. Aber noch nie waren es so viele, die sich zum Miteinander beim Tee trafen. Kamen in den letzten beiden Jahren jeweils 11 junge Leute zusammen, waren es diesmal 14: angehende PastorInnen, LehrerInnen, DiakonInnen und SozialarbeiterInnen.

In der Vorstellungsrunde zeigte sich schnell wieder die große Spannbreite an Fächern und Studiensemestern: 4 der jungen Leute wollen Pastor oder Pastorin werden (von derzeit 5 aus dem Kirchenkreis Norden, dazu kommen zwei derzeitige Vikare), 3 studieren Soziale Arbeit mit Religionspädagogik (= angehende Diakone), 6 streben für unterschiedliche Schultypen das Lehramt inkl. Ev. Religion an, hinzu kommt 1 Ausbildung zum Erzieher und Gemeindepädagogen. Gekommen waren diesmal 3 Erstsemester, 3 Drittsemester, einige im mittleren Studium, aber auch zwei junge Leute im 13. und jeweils ein Studierender im 12., 11. und 10. Semester. 6 junge Männer und 8 junge Frauen sind es, die an Hochschulen in Hannover und Wuppertal, Rostock, Oldenburg und Münster, Osnabrück und Göttingen, aber auch in Erlangen und MÜnchen studieren. Ausbildungsorte sind außerdem kirchliche Institute in Porta-Westfalica und Krelingen.

Erfreulich: Die Arbeitszufriedenheit der Studierenden ist allgemein hoch - das Studium macht Spaß, und das Miteinander am Studienort trägt offensichtlich dazu bei. Komplikationen im einen oder anderen Fall - etwa aufgrund der Regelstudienzeit - konnten erfolgreich bewältigt werden. Dass alle mit ihren persönlichen Gaben in der Kirche willkommen sind, unterstrich Sup. Dr. Kirschstein: Pastoren wie Diakone werden dringend gebraucht - ebenso wie Lehrkräfte für verschiedene Schultypen, denen die evangelische Religion am Herzen liegt. Und das tut sie offensichtlich: Eine Religionspädagogin berichtete davon, dass sie sich einen Hauskreis gesucht habe, um miteinander die Bibel zu lesen, zu singen und zu beten. Auch andere haben sich um eine entsprechende Gemeinde-Anbindung bemüht, manch einer ist noch auf der Suche. Auch die Beziehungen zur Heimatgemeinde werden in vielen Fällen aufrecht erhalten: nach Berumerfehn und Hage, Arle, Nesse, Osteel und Norden. Die jungen Leute stammen in aller Regel aus der eigenen Jugend- oder Kindergottesdienstarbeit. Dass die gute Verbindung wichtig bleibt - und dass die Verantwortlichen im Kirchenkreis ihrem theologischen Nachwuchs hohe Wertschätzung entgegenbringen -, zeigt sich nicht nur in freundlichen Worten: Im Namen des Kirchenkreisvorstands konnte Sup. Dr. Kirschstein wieder jedem und jeder einzelnen 100 € "Büchergeld" überreichen - sicherlich ein willkommenes Weihnachtsgeschenk!

Selbstverständlich spielte beim Rückblick auf das Jahr 2017 auch das Reformationsjubiläum eine Rolle: In den meisten Fällen wurde es an den Universitätsorten intensiv miterlebt - das wurde manchmal schon als übermäßig empfunden, führte an einzelnen Fakultäten zu heftigen Auseinandersetzungen mit Vertretern eines kämpferischen Atheismus, zumeist hinterließ es aber doch einen so erstaunlichen wie positiven Eindruck. Alle Berichte zeigten einmal mehr, dass die Kirchen am Reformationstag offenbar in ganz Deutschland bestens gefüllt waren. Und die Theologiestudierenden würden sich freuen, wenn der Reformationstag in Niedersachsen und Norddeutschland auch politisch wieder als offiziell geschützter, arbeitsfreier Feiertag anerkannt würde. Das würde sicherlich auch die Rahmenbedingungen verbessern, in denen die jungen Leute den evangelischen Glauben einmal beruflich repräsentieren werden.

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