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"Aushängeschild": Anerkennung und Wertschätzung

Viele positive Eindrücke zur Visitation auf Norderney - Gemeindeleben intensiviert
"Aushängeschild": Anerkennung und Wertschätzung
Kirche, die Spaß macht: KiTa-Andacht

Norderney, 12. August `18 - Visitation auf Norderney: Zum dritten Mal nach 2005 und 2012 besucht Superintendent Dr. Helmut Kirschstein die Inselgemeinde. Zum Auftakt predigte Pastorin Ellen Bürger sozialkritisch und gender-bewusst im Blick auf die ökologische Verantwortung. In der gut besuchten Inselkirche skizzierte sie „Affären und Skandale“, die sie – wie zu Zeiten König Davids – auch in der Gegenwart entdeckte. Mit positivem Impuls: Es gehe darum, „neu beginnen zu dürfen, weil man vorher reinen Tisch gemacht hat mit den Menschen und mit Gott...“ Dabei zog sie eine Parallele zwischen dem kritischen Auftritt des Propheten Nathan und der Visite des Superintendenten: Immer sei „Besuch eine Chance, das Miteinander zu nutzen: für gute Worte, für offene Worte, für die Erfahrung, dass nach Verkehrtem sich ein neuer Weg auftun kann.“

Verkehrtes im Gemeindeleben? Tatsächlich habe es Jahre gegeben, so der Superintendent in seiner Visitationsansprache, „da fiel es manch einem hier auf Norderney nicht so leicht, sich öffentlich zur Kirche zu bekennen“. Vor diesem Hintergrund rückte Dr. Kirschstein die Entwicklungen der letzten Zeit allerdings in ein überaus positives Licht: Selten sei die Intensität des Gemeindelebens so „stark“ gewesen. Der Haushalt sei rundum konsolidiert, der Friedhof „nach äußerst schwierigen Jahren“ schuldenfrei. Nach mehrfachen Übergängen in der Trägerschaft laufe der Kindergarten jetzt „rund“. Neben neuen Angeboten für die Senioren stellte er auch die drei Schwerpunkte der Eine-Welt-Arbeit besonders heraus. Und nicht zuletzt die Kirchenmusik sei in diesem Jahr, in dem man mit einem „großartigen musikalischen Programm“ das 10-jährige Jubiläum der neuen Orgel feiern könne, bestens aufgestellt: „Was hier auf Norderney musikalisch passiert, ist ein Aushängeschild für die gesamte Landeskirche Hannovers.“

Zum Besuchsprogramm des Superintendenten gehören Einblicke in den Männerkreis wie in die Frauenarbeit, in das neue Angebot für Jugendliche wie ins „Erzählcafé“. Unterschiedliche Gottesdienstformate – auch unter der Leitung des Pastorenehepaars Bernhardt – werden ebenso wahrgenommen wie die religionspädagogische Arbeit in der kirchlichen Kindertagesstätte, besondere musikalische Angebote und der Einsatz des aktuellen Kurpastors für die „Kirche im Tourismus“. Einzelgespräche mit allen Hauptamtlichen werden ebenso geführt, wie mit dem Lektor und den Mitarbeitenden auf dem Friedhof, im Sekretariat und in der Küsterei. Mit der Kirchenvorstandssitzung, Treffen mit dem „Netzwerk Flüchtlinge“, dem Vorstand des Freundeskreises Kadeba (Südsudan) und der Mitgliederversammlung des Diakonie-Pflegedienstes umfasst das Besuchsprogramm so rund 25 Termine – viele Gelegenheiten zum gegenseitigen Kennenlernen, zur Wahrnehmung von Belastungen und Chancen, Zeit für Beratungen und vor allem: zum Vermitteln von Anerkennung und Wertschätzung.

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