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Endlich wieder Gottesdienste "live" in den Kirchen!

Ludgeri und weitere Gemeinden feiern Sonntag erstmals wieder - Viele warten ab
Endlich wieder Gottesdienste "live" in den Kirchen!
Blauer Himmel, blühende Aussichten...

Norden, 7. Mai `20 - An diesem Sonntag ist es endlich so weit: Gottesdienste dürfen wieder ganz „real“ in den Kirchen gefeiert werden, nicht nur „virtuell“ per Video-Aufnahme über das Internet. Allerdings zeigt sich, dass viele Gemeinden im Kirchenkreis Norden die neuen Möglichkeiten sehr behutsam angehen. Um der großen Verantwortung gerecht zu werden, bereiten sich viele Kirchenvorstände lieber noch etwas ausführlicher auf ihre gottesdienstlichen Feiern vor. Denn logistisch ist ein erheblicher Aufwand nötig, und wer am Sonntag das eigene Gotteshaus öffnet, wird diese Eckpunkte beherzigen:

Personen mit Krankheitssymptomen haben keinen Zutritt und müssen leider strikt abgewiesen werden. Wer zu einer der sog. „Risikogruppen“ gehört, entscheidet selbstverständlich in eigener Verantwortung über den Gottesdienstbesuch. Besonders bedauerlich ist es, dass bis auf weiteres kein Gemeindegesang erlaubt ist. Wegen möglicher Verbreitung von Aerosolen durch die Luft müssen auch alle Emporen geschlossen bleiben. Kollekten werden nur am Ausgang gesammelt, um unnötige Berührungen zu vermeiden. Überhaupt die Abstandsregelung: In allen Gottesdiensten werden Abstände in den Bankreihen markiert oder Stühle so gestellt, dass man sich nicht zu nahe kommt. Beim Betreten der Gotteshäuser besteht Maskenpflicht, die Hände müssen desinfiziert werden, dabei sollte die Bildung von Warteschlangen aber möglichst unterbleiben.

Mit alledem unterscheiden sich die Gottesdienste doch deutlich von jenen Feiern, die in der Zeit „vor Corona“ allgemein üblich und vertraut waren.

Andererseits bietet ein Zusammenkommen unter strengen Vorsichtsmaßnahmen doch ganz andere Möglichkeiten der gegenseitigen Wahrnehmung und des erlebbaren Miteinanders. Superintendent Dr. Helmut Kirschstein freut sich jedenfalls, die Gläubigen an diesem Sonntag um 10.00 Uhr endlich wieder „life“ in der Ludgerikirche begrüßen zu dürfen: Leider dürfe die versammelte Gemeinde ausgerechnet an „Kantate“, dem klassischen Sonntag der Kirchenmusik, nicht singen. Als Liturg werde er aber die typischen Wechselgesänge zusammen mit Kirchenkreiskantorin Agnes Luchterhandt gestalten. Neben der Arp-Schnitger-Orgel, an der immerhin Intonationen zu den österlichen Liedern der Kirchenjahreszeit erklingen werden, verspricht er eine besondere musikalische Überraschung – denn Solisten sind ja durchaus möglich und erwünscht.

Während in Ludgeri selbst unter strenger Wahrung der Abstandsregeln gut 100 Personen am Gottesdienst teilnehmen können, sind die Beschränkungen andernorts einschneidender: So dürfen die Norder Andreasgemeinde lediglich 18 Gläubige betreten, und wer kommen möchte, möge sich zuvor anmelden (Tel. 936407). Auch die Norddeicher Arche, die Norderneyer Inselkirche und die Kirche in Leybucht öffnen sich zum Gottesdienst. In Osteel trifft man sich „open air“ zur Andacht auf der Terrasse im Gemeindehausgarten.

Andere Gemeinden setzen vorerst weiterhin auf die durchaus erfolgreichen Online-Gottesdienste: so etwa Arle, Berumerfehn, Dornum/Resterhafe, Hage, jeweils über die eigene Homepage. Und Ludgeri fährt bis auf weiteres „doppelt“: Gottesdienst und Predigt mit dem Superintendenten sind in verkürzter Form ab Sonntagmorgen auch wieder über das Internet zu erleben.

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