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Tücken der Technik erfolgreich bewältigt

Corona zum Trotz: Erste digitale Kirchenkreiskonferenz zeigt reges kirchliches Leben
Tücken der Technik erfolgreich bewältigt
Buntes Miteinander - technisch bewältigt

Norden, 15. April `20 - Seit rund 4 Wochen scheint das Leben stillzustehen - aber es scheint eben nur so: Im Blick auf das kirchliche Leben "ist jede Menge los". Das zeigte einmal mehr die erste digitale Kirchenkreiskonferenz, zu der sich alle Pastorinnen und Pastoren, Diakoninnen und Diakone im virtuellen Konferenzraum trafen.

Alle? Tatsächlich erwies sich das örtliche Internet für manchen Kollegin, manche Kollegin als zu schwach. Der Eine oder die Andere gab entnervt auf. Mehrere Kollegen überwanden allerdings gewisse Tücken der digitalen Technik. Mehr als 20 Geistliche kamen unter der Leitung von Superintendent Dr. Helmut Kirschstein zusammen: mehr, als bei manch "analoger" Konferenz, wie sie Monat für Monat an wechselnden Orten des Kirchenkreises stattfindet.

An ein "Tagesthema" mit Referent - wie sonst üblich - war diesmal natürlich nicht zu denken. In der von Abstand und Distanzwahrung geprägten Corona-Zeit war das erklärte Ziel vielmehr, persönliche wie gemeindliche Befindlichkeiten auszutauschen. Pastorinnen und Pastoren geben sich alle Mühe, der Isolation älterer und kranker Gemeindemitglieder zu wehren. Sie selbst bedürfen allerdings ebenso der Vernetzung und der gegenseitigen Wahrnehmung. Die gelang technisch erfreulich gut: Nach Installation einer erst am Wochenende vom Landeskirchenamt freigegebenen App zeigte sich das System über www.konferenz-e.de erfreulich stabil.

Zu den allgemein interessierenden Fragen gehörten neben Anregungen für digitale wie analoge Gottesdienstformen die Durchführung von Bestattungen und die Ermöglichung von Kirchenöffnungen. Ob es zu einem kirchenkreisweit zentralen Online-Gottesdienst (etwa in Verbindung mit der Kirchenkreisjugend) kommt, oder ob ein am "Autokino" orientierter Parkplatz-Gottesdienst mit großer Leinwand und Radio-Übertragung in die Fahrzeuge umsetzbar ist, blieb offen. Am Ende bedankte sich der Superintendent für die zahlreichen Initiativen und die phantasievolle Gestaltung des kirchlichen Lebens: "Unsre Kirche hat sich dank Ihres Einsatzes stark aufgestellt - Corona zum Trotz!"

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