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"Ein Wunder" gegen den Trend: neuer Regionaldiakon

Patrick Oeser: Impulse für die Jugendarbeit in Arle, Berumerfehn, Großheide, Hage
"Ein Wunder" gegen den Trend: neuer Regionaldiakon
Sonnig zur Einführung: Oeser (3.v.l.)

Berumerfehn, 2. September `18 - „Ein Wunder, dass er heute hier ist!“ So begrüßte Pastor Stephan Achtermann die große Gemeinde zur Einführung des neuen Regional-Diakons Patrick Oeser: „Unser Superintendent hatte ja gesagt, dass ein Regionaldiakon kommen würde. Aber das hat gedauert, und wir haben uns schon gefragt, ob es stimmt. Jetzt ist er da, eigentlich ein Wunder: Überall werden Stellen gestrichen, und wir richten eine zusätzliche Stelle ein! Ein Luxus – über den wir uns nur freuen können!“

Luxuriös“ wird der Einsatz allerdings kaum sein: Patrick Oeser wird große Teile der Konfirmandenarbeit übernehmen, Jugendkreise stabilisieren oder ganz neu aufbauen, Angebote für junge Erwachsene entwickeln und auch gemeinsame Formate für Jugendliche aus allen vier Gemeinden anbieten. Tatsächlich wurde seine Anstellung über Sondermittel aus dem Strukturanpassungsfonds III der Landeskirche ermöglicht. 6 Jahre lang wird über den „normalen“ Stellenplan hinaus ein Jugenddiakon finanziert, der für die Gemeinden Arle, Berumerfehn, Großheide und Hage arbeitet. Superintendent Dr. Helmut Kirschstein wies allerdings darauf hin, dass Patrick Oeser und die vier Gemeinden alles dafür tun sollten, um diese Stelle über den Bewilligungs-Zeitraum hinaus zu erhalten. Über das „Norder Modell“ – in Verbindung mit der Bonifizierung durch den Innovationsfonds des Kirchenkreises – sollte es möglich sein, durch Förderkreise und Vereine die Finanzierung fortzuführen, zeigte er sich optimistisch. Schon jetzt übernimmt der Verein zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit in Hage einen Teil des Gehalts. So werden die Schwerpunkte des neuen Diakons auch in Hage und Großheide liegen.

Patrick Oeser ist mit 25 Jahren der jüngste hauptamtliche Mitarbeiter im Kirchenkreis Norden. In seiner Einführungsansprache zeichnete der Superintendent den persönlichen und beruflichen Werdegang des Diakons nach, dessen christliche Urerfahrungen auf den Kindergottesdienst und den Konfirmandenunterricht zurückgehen. Dort habe er eine engagierte Diakonin erlebt, die ihn zu einem eigenständigen Glauben, zum Mitmachen und letztlich zu seiner Berufswahl motiviert habe. Diese Diakonin war – wie nun auch Patrick Oeser – am Johanneum in Wuppertal ausgebildet worden. Wichtige Impulse hat Patrick Oeser aber auch während seines FSJ in der Berliner Stadtmission bekommen. Dort habe er Notunterkünfte von innen gesehen und wisse seither aus eigenem Erleben, dass sich Jesus mit den Bedürftigen identifiziere.

Die besondere Finanzierung seines neuen Arbeitsplatzes schrecke ihn übrigens nicht – denn schon in der Kirchengemeinde Stelle (bei Hamburg), wo der Diakon drei Jahre gearbeitet habe, seien die Gelder u.a. durch Sonderzahlungen der Landeskirche und durch eine engagierte Stiftung zusammengekommen.

Der jugendlich bewegte Gottesdienst wurde von der Berumerfehntjer Lobpreis-Band „Leuchtfeuer“ gestaltet – Patrick Oeser selbst hatte sich die meisten Lieder gewünscht. Die zur Einführung vorgesehene Lesung übernahmen die Jugendlichen Lena Heeren und Miriam Baumann teils auf Platt. Auch an der Einsegnung waren Jugendliche aus den vier Kirchengemeinden beteiligt. Pastorinnen und Pastoren, Diakoninnen und Diakone, die auch aus der weiteren Nachbarschaft gekommen waren, legten die Hände auf und sprachen Segensworte.

Im Anschluss an den Gottesdienst nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, Patrick Oeser im Gemeindehaus noch ein wenig näher kennenzulernen oder ein kurzes Grußwort beizusteuern. Der junge Diakon wohnt zusammen mit seiner Verlobten in Hage.

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