Sudan / Projekte


Gemeinde Kadeba im Moroland

Kinder im Flüchtlingslager bei Khartoum
...in Arbeit!
 Wie alles anfing...
1986 im Nord-Sudan

1986 / 87 begannen die Kontakte zwischen Frauen aus dem Kirchenkreis Norden und Frauen aus Gemeinden, die beim Sudanesischen Kirchenrat (SCC) mitarbeiteten.

Ende Dezember 1986 brachen acht Frauen unter der Leitung von Grete Schaer (Jugenddiakonin im Kirchenkreis) für drei Wochen in den Nord-Sudan auf.

Im Flüchtlingslager Gedaref

Von der Hauptstadt Khartoum aus besuchten die Frauen verschiedene Flüchtlingslager, z.B. in Gedaref, nahe der Grenze zu Äthiopien. Dort begegneten sie Flüchtlingen aus Äthiopien und Eritrea und aus dem Südsudan.

Rund-Hütten (=Tukuls) wie die Flüchtlinge sie in ihrer Heimat im Südsudan bauten, dort allerdings nicht aus Müllabfällen und Pappe sondern aus Naturmaterialien.

Frauen-Trainigszentrum Khartoum

 Im Frauen-Trainigszentrum in Khartoum

Frauen im Trainingszentrum bei Handarbeiten. Sie lernen neue Fähigkeiten, die sie dann an die Frauen in ihren Gemeinden weitergeben können.

Durch den Verkauf der selbstgefertigten Handarbeiten verdienen die Frauen den Lebensunterhalt für ihre Familie.

Im Sommer 1988 erfolgte ein Gegenbesuch von 12 beauftragten Frauen des SCC im Kirchenkreis Norden.  

Elizabeth, Mary, Monika und Florence waren auf Norderney zu Gast und besuchten dort den „Weltladen Regenbogen“, den Norderneyer Leuchtturm und machten mit der Wattwanderung eine außergewöhnliche Erfahrung.

Elizabeth Arek hat die HELP YOURSELF SOCIETY (HYS) gegründet. Im African Look-Shop werden die Handarbeiten verkauft, die die Frauen von HYS gefertigt haben. Damit können sie wesentlich zum Lebensunterhalt ihrer Familie beitragen. Viele der Frauen kommen von weit außerhalb Khartoums zum Trainingszentrum des women-department. Daher werden für sie während der Trainingskurse Schlafmöglichkeiten bereit gestellt. Und auch die Kinder werden während der Kurse betreut.
Seife liegt zum Trocknen aus

Seifenstücke liegen aus zum Trocknen. Sie wurden bei der HYS von der Frauen gefertigt.

 

CARE-Canada hat den Auftrag erteilt, kauft die Seifenstücke ab, um sie dann in den von ihnen betreuten Flüchtlingslagern zu verteilen.

Arbeit an der Nudelmaschine

Der Kirchenkreis Norden hat Nudelmaschinen gekauft und nach Khartoum gebracht.

Die Frauen fertigen damit Nudeln und verkaufen sie an andere Flüchtlinge in der Nachbarschaft.       

Schneider-Unterricht im Frauen-Trainigszentrum

Schnitte für Kleidungsstücke werden aufgezeichnet, dann auf Papier und schließlich auf Stoff übertragen, danach zugeschnitten und genäht. Im African Look-Shop erfolgt der Verkauf.

Auch im women-training-centre des SCC werden Frauen an Handarbeiten herangeführt, u.a. auch an das Fertigen von Batikstoffen.

Blick in ein Flüchtlingslager

Froh sind die Flüchtlinge, wenn in der Nähe ihrer Hütte einer von den wenigen Wassertanks im Viertel steht.

 

Dann müssen sie nicht so weit laufen und Kanister schleppen oder für mehr Geld das Wasser bei Esels-Tank-Karren kaufen.

Eine "Lager-Kirche"
Kirchen gibt es auch in den Flüchtlingslagern, meist ähnlich ärmlich gebaut wie die vielen Hütten im Viertel. Hier die Kirche der African Inland Church (AIC) im Vorort Haj Yussif
25 Jahre women-departement

Im Januar 2002 wurde das Silberjubiläum des women-departments gefeiert. Grete Schaer, Christel und Guenter Selbach nahmen daran teil.

 

Beim Silberjubiläum waren auch Frauen aus der Anfangszeit der Partnerschaft anwesend, zB Anne Lino, die 1988 den ersten Gegenbesuch geleitet hatte…

Christel Selbach und Provost Sylvester
Ein neuer Schwerpunkt in die Beziehung zwischen dem Kirchenkreis Norden und dem Sudan kam durch die Begegnung mit Provost (= Superintendent) Sylvester Thomas Kambaya von der anglikanischen Kirche. Provost Sylvester ist verantwortlich für die All Saints Cathedral (ASC), der größten christlichen Kirche in Khartoum.
All Saints Cathedral
 Mehrere Mitglieder der ASC- Gemeinde sind verantwortlich für Frauen-Aktivitäten, die vom Norder Kirchenkreis unterstützt wurden und werden (zB: Esther Khamis, Florence, Joy Kwaje). Der Kirchenkreis Aurich hat am 12.Mai 2009 feierlich in Aurich einen Partnerschaftsvertrag mit der All Saints Cathedral unterzeichnet. Provost Sylvester hat Aurich aber auch Norden und Norderney mehrmals Besuche abgestattet.
Elizabeth Abu Zeid, Ester Khamis, Siham und Aziza.
Während des Aufenthaltes kam auch Pastor Rolf Meyer-Engeler nach Khartoum. Gemeinsam haben sie die verschiedenen Projekte besucht, die vom Kirchenkreis Norden unterstützt wurden und werden. Das Photo zeigt die verantwortlichen Frauen von „Salt and Light“
Schwer beladene Schiffe auf dem Nil
Auf Anregung und Bitte von Provost Sylvester fahren Selbachs zusammen mit ihm in den Südsudan. Sylvester wollte gerne seine Heimat, das Moroland und hier sein Dorf Kadeba zeigen. Der Flug ging von Khartoum nach Juba, der Hauptstadt des Südens. Auf dem Nil kamen fast täglich große Schiffe aus dem Norden an, die schwer beladen mit Flüchtlingen und ihren Habseligkeiten waren. Alle wollen zurück in den Süden.
Stumme Zeugen des Krieges

Der Weg von Juba nach Kadeba ist ca 180 km lang in nordwestlicher Richtung. Für die Strecke auf schlechter Piste benötigte man 6 Stunden.

 

Überall waren Reste des Krieges zu sehen. Hier ein zerstörter Panzer.

Hier war eine Brücke über einen Fluss, der bei Hochwasser nicht passierbar ist.

 

Viele Frauen, auf dem Weg nach Kadeba zu medizinischer Hilfe für die Geburt sind hier verblutet, weil sie den Fluss nicht queren konnten.

Die Verantwortlichen des Dorfes
Der Chief des Ortes, Pastor George und seine Frau, Gibson, der für die medizinische Versorgung im Dorf Verantwortliche und Wilison, der commisioner ( vergleichbar mit unserem Landrat) antorten auf die Frage, was denn im Dorf am dringlichsten benötigt werde einmütig: ein Geburtshaus für die Menschen der Region.
Das Dorf Kadeba

Selbachs haben zugesagt, für die Finanzierung zu sorgen. Und so wurde bald mit dem Bau begonnen: Steine für das Fundament zerkleinern und festigen.

Inzwischen ist das Gebäude erstellt. Der Kirchenkreis Norden hat bei der Finanzierung mitgeholfen. Im November 2012 soll das Geburtshaus im Beisein von Ehepaar Selbach seiner Bestimmung übergeben werden. Und gleichzeitig soll der Grundstein für das nächste Projekt gelegt werden:

Bauplatz für die neue Schule

Der Bau einer weiterführenden Schule, in der junge Menschen in Handwerksberufen ausgebildet werden, um ihre Fähigkeiten dann im Land umzusetzen.

Der Bauplatz für die neue Schule ist schon festgelegt und die ersten Ziegel sind auch bereits gebrannt.