Verein & Mitarbeiter

Der Beginn: Die Projektgruppe 2005 - 2009

Die Projektgruppe im Dez. 2007

Träger des gesamten Projekts war seit 2005 der Ev.-luth. Kirchenkreis Norden, in dessen Besitz sich Gebäude und Grundstück der Gnadenkirche nach Aufgabe der gottesdienstlichen Verwendung befinden.

Unter der Gesamtleitung von Superintendent Dr. Helmut Kirschstein arbeitete eine Projektgruppe unter der Wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Bernhard Parisius (Leiter des Staatsarchivs Aurich, Habilitation über die Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen in Nordwestdeutschland). Zum dreiköpfigen Leitungsteam gehörte auch der Buchautor und ehem. Chef-Redakteur des Ostfriesischen Kuriers, Johann Haddinga (zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. Chronik der Stadt Norden im 20.Jh.). In der Projektgruppe arbeiteten Zeitzeugen, Vertreter des BdV und Lokalpolitiker zusammen.


Neue Organisationsform: Der Verein seit Mai 2009

Am 5.5.2009 konnte nach langer Vorbereitung der Verein "Gnadenkirche Tidofeld. Dokumentationsstätte usw. e.V." gegründet werden. Damit ging die bisherige Projektgruppe in eine neue Organisationsform über. So wird die Vielfalt der kooperierenden Institutionen besser deutlich, und die von vielen Seiten geforderte Nachhaltigkeit nachgewiesen.

Institutionelle Gründungsmitglieder:

  • Ev.-luth. Kirchenkreis Norden 
  • Röm.-kath. Bistum Osnabrück
    (vertreten durch die kath. Norder Ludgerus-Kirchengemeinde)
     
  • Landkreis Aurich 
  • Stadt Norden 

Die institutionelle Mitgliedschaft ist mit einem Jahresbeitrag von 3.000 € verbunden, verschafft dem Verein einen ordentlichen Haushalt und eine relative finanzielle Unabhängigkeit.
Private Mitglieder zahlen einen Jahresbeitrag von 30 € (Ehepaare 50 €).

Die Gemeinnützigkeit des Vereins wird in der Satzung ebenso dargelegt, wie seine Zielsetzung:

  • Erhalt des Baudenkmals Gnadenkirche Tidofeld (seit 2008 unter Denkmalschutz)
  • wissenschaftliche Aufarbeitung und museumspädagogische Darstellung der Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen 1945-1960 in Tidofeld, aber auch in Ostfriesland, Niedersachen, Nordwestdeutschland
  • Stiftung eines kulturellen Gedächtnisses zur bleibenden Erinnerung an die Lasten und Leistungen der damaligen Integration
  • Förderung internationaler Jugendbegegnungen zur Wahrnehmung der aus Krieg, Flucht und Vertreibung erwachsenen Verantwortung im Geist der Versöhnung
  • Wahrnehmung der Integrationsgeschichte nach 1960 (z.B. Spätaussiedler aus Osteuropa und den ehemaligen GUS-Staaten - Migranten, Gastarbeiter, Flüchtlinge u.a. aus Vietnam)
  • Bewusstseinsbildung zur Wahrnehmung gegenwärtiger politischer Verantwortung in Fragen der Integration in der globalisierten Welt von heute.

Der aktuelle Vereinsvorstand bei der Arbeit (September 2013)

Der Vorstand

1. Vorsitzender: Dr. Helmut Kirschsten (Superintendent)

2. Vorstitzender: Johann Haddinga (Buchautor u. ehem. Chefredakteur)

Wissenschaftlicher Leiter: Prof. Dr. Bernhard Parisius (Universität Oldenburg / Leiter des Staatsarchivs Aurich)

Schatzmeister: Dipl.-Ing. Heiko Kremer (Architekt)

Stellv. Schatzmeisterin: Erika Schmelzle (Kommunalpolitikerin)

Beisitzende:
- Zbigniew Kullas (Historiker - zuständig für den Arbeitszweig "Internationaler Jugendaustausch")
- Sylvia Oeltjen (ehem. Barackenlager Tidofeld)
- Dr. Hermann Queckenstedt (Kath. Bistum Osnabrück), Direktor des Diözesanmuseums

Schriftführerin / Geschäftsführerin (ohne Stimmrecht): Anna Jakobs


Geschäftsführerin und Beirat

Anna Jakobs, Geschäftsführerin des Vereins.

Zum Wissenschaftlichen Beirat gehören

Prof. Dr. Uwe Meiners,
Leiter des Museumsdorfs Cloppenburg

Prof. Dr. Dietmar von Reeken,
Prof. für Geschichtsdidaktik mit den Schwerpunkten Geschichtsunterricht und Geschichtskultur am Institut für Geschichte (Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg)

Direktor Dr. Hermann Queckenstedt,
Leiter des Diözesan-Museums im röm.-kath. Bistum Osnabrück

Leitung des Beirats: Prof. Dr. Bernhard Parisus (Mitglied des Vereinsvorstands, s.o.)


Projekt REGIALOG

In Zusammenarbeit mit dem Projekt REGIALOG arbeiteten im 2. Halbjahr ´07 die Historiker Holger Czapski (M.A.) und Dina van Faassen (M.A.), im Sommer 2009 der Dipl.-Ing. Johann Smid an der Vorbereitung der Dokumentation, an der Befragung von Zeitzeugen und an der Kommunikation mit anderen wissenschafftlichen Einrichtungen.

Der Historiker Zbigniew Kullas ergänzt das Team und unterstützt Kontakte nach Polen. Der internationale Jugendaustausch hat sich inzwischen als weiterer Schwerpunkt der Arbeit etabliert.