Konzepte & Projekte

Grundsätzliches zu unserem Kirchenverständnis und zur Stellenplanung

Auch im Kirchenkreis Norden gehört die STELLENPLANUNG in kritischen Zeiten zu den grundlegenden Aufgaben aller verantwortlichen Gremien.

Welches Kirchenverständnis (welche "Ekklesiologie") leitet uns?

Klosterkirche Loccum
Klosterkirche Loccum
Unsere Kurzformel für „Stellenplanung und Ekklesiologie (Kirchenverständnis)“ lautet:

Was Menschennähe und Beheimatung fördert, ist gut – was Anonymität und Unüberschaubarkeit betreibt, ist schlecht. Große, unüberschaubare Strukturen stehen prinzipiell unter Anonymitätsverdacht - kleine, überschaubare Einheiten dürfen a priori mit einem Sympathie- und Plausibilitäts-Bonus rechnen.

Ob ein engmaschiges Netz überschaubarer Gemeinden Stellenplanungs-technisch erreicht werden kann? Diese Frage wird in den Kirchenkreisen unserer Landeskirche unterschiedlich beantwortet.

Aber ob wir ein derartiges Netz überschaubarer Gemeinden wollen sollten – diese Frage lässt sich nur mit einem klaren „Ja“ beantworten!

Ob wir das Ganze dann – je nach theologischem Herkommen - eher unter missionarischem, unter diakonischem oder unter gesellschaftspolitischem Blickwinkel betrachten: Überschaubare Gemeinden bieten am ehesten die Chance zu mitmenschlicher Nähe und christlicher Werte-Vermittlung.

Denn eine Gemeinde von überschaubarer Größe bietet Gemeindeleitung und Mitarbeiterschaft am ehesten Erfolg versprechende Rahmenbedingungen für die kirchliche Arbeit

  • als Beziehungsarbeit mit dem persönlichen Aufbau eines – auch seelsorgerlich und diakonisch wichtigen - kommunikativen Netzes,

  • als einladende Arbeit mit zahlreichen niedrigschwelligen Angeboten für alle Generationen,

  • als aktivierende Arbeit mit der Befähigung Jugendlicher wie Erwachsener zu selbstbewusster Mitgestaltung des Gemeindelebens im Sinne des „Priestertums aller Gläubigen“,

  • als konzentrierte Arbeit mit Bezug zur Mitte vielfältiger gottesdienstlicher Angebote und theologisch „dichter“ Beschäftigung mit Glaubensfragen.

Ziel einer ekklesiologisch verantworteten Stellenplanung muss es sein, überschaubare Gemeinden als funktionsfähige Lebensgrundlage einer lebendigen evangelisch-lutherischen Landeskirche zu erhalten oder wieder ganz neu auf ihre Einrichtung hinzuwirken.

Diesem Ziel sehen sich alle verantwortlichen Gremien im Kirchenkreis Norden verpflichtet.

[In Anlehnung an ein Grundsatzreferat
von Superintendent Dr. Helmut Kirschstein
– siehe Kasten rechts!
]