"Keine Kirche ohne Pastor"

Der Kreativ-Ausschuss des Kirchenkreises

Als der neue Kirchenkreistag Anfang 2007 zum ersten Mal zusammentrat, war klar: Auf den Kirchenkreis kommen durch neue Finanzierungs-Vorgaben der Landeskirche schwere Zeiten zu.

"Jetzt erst recht" wollte man sich nicht mit dem Rücken an die Wand stellen, sondern aktiv - und notfalls gegen den Trend - das kirchliche Leben gestalten.

So rief der KKT einen neuen Ausschuss ins Leben, dessen Aufgabe darin besteht, kreative Möglichkeiten zu entdecken:

  • Möglichkeiten, neue Finanzen aufzutun,
  • Möglichkeiten, auch ungewohnte Wege einzuschlagen,
  • Möglichkeiten, phanntasievoll mit der Krise der Kirche umzugehen und Wege aus der Krise zu finden...

Das besondere Augenmerk lag dabei von Anfang an auf dem INNOVATIONSFONDS des Kirchenkreises: Wie kann es gelingen, dessen Mittel auf einem Niveau zu halten, das die permanente Unterstützung kreativer Stellenplanfinanzierungen sichert?

Die neue Initiative zugunsten der Gemeinden

Wichtig war dem Ausschuss der gemeinsame Ansatz:

  • Ohne Pastoren / Pastorinnen gibt es keine Kirche! Was nichts gegen die engagierte Arbeit anderer Hauptamtlicher, Nebenamtlicher, Ehrenamtlicher sagt... Aber: Ohne Pastor/in fehlt der Motor für eine aktive Gemeindearbeit, die mehr ist als eine religiöse Serviceleistung.
  • Es soll bei uns keine Kirche geben, die auf ihren Pastor / ihre Pastorin verzichten muss! Wenn irgend möglich, sollen selbständige Gemeinden in überschaubaren Größen und gewachsenen Strukturen erhalten bleiben: mit ihrem Pastor, ihrer Pastorin!

Beide Aspekte mündeten in den Slogan: "Keine Kirche ohne Pastor!" So sollte denn auch die Initiative heißen, die den Innovationsfonds zahlungsfähig erhält.

Der erste Schritt: eine außergewöhnliche Versteigerung

Wie also kommt man zu Geld - kreativ, phantasievoll, überraschend?

Der Kreativ-Ausschuss entdeckte die Chancen einer außergewöhnlichen Versteigerung: Es sollten lauter Dinge "unter den Hammer" kommen, die man sonst nicht kaufen kann. Die Mitglieder des Ausschusses fanden so verblüffende Angebote (und Anbieter!) wie z.B.

  • Auftritte der Ludgeri Gospel Singers - des Norder Stadtorchesters - einer Akkordeon-Musikerin: alles für das private Konzert oder den runden Geburtstag...
  • ein Wunschkonzert auf der weltberühmten Norder Arp-Schnitger-Orgel - eine Kirchenführung zu den "Geheimnissen von Ludgeri" - ein Jahres-Abo für zwei Personen zum Besuch der Dornumer Kirchenmusik-Reihe "Nachtorgel bei Kerzenschein"...
  • die namentliche Erwähnung im Krimi eines Tatort-Autors - ein maßgeschneiderter (Kurz-)Krimi auf Wunsch, geschrieben von einer deutschlandweit bekannten Norder Krimi-Autorin
  • exklusive großformatige Fotos bzw. Gemälde-Unikate
  • usw. usf
Auch das wurde versteigert - und erbrachte schließlich das Spitzen-Gebot: Dr. Jürgen Wauschkuhn (Mitte) stiftete sein expressionistisches Gemälde des Klosters Drübeck. Mit ihm freuen sich Sup. Dr. Kirschstein und Ausschuss-Mitglied Herma Heyken über das außergewöhnliche Objekt.

Ein erfreuliches (Zwischen-)Ergebnis - Auftakt zu weiteren Aktionen!

Auktionator Wallow in voller Aktion!

Am 14. Dezember war es so weit: Der professionelle Auktionator Johannes Wallow zeigte sich in Bestform und brachte fast alle Objekte an den Mann oder an die Frau. Sehr erfolgreich - denn schließlich kamen 3.400 € für die Initiative "Keine Kirche ohne Pastor!" dabei heraus.

Ein großer Erfolg - für´s erste Mal sowieso. Und dieser Erfolg zeigte sich nicht nur in finanzieller Hinsicht; auch die Öffentlichkeitsarbeit unseres Kirchenkreises profitierte davon. Denn mit dieser Veranstaltung wurde nicht nur die Problematik der kirchlichen (Finanz-)Krise vermittelt, sondern vor allem das kreative Potential der Kirche sichtbar. Weiter so - für den 28.11.2008 ist die nächste Versteigerung im "Bürgerhaus Norden" (früher: "Haus Vienna") bereits angekündigt!

Und so berichteten die Zeitungen unserer Region am 17. Dezember 2007: