Chronologie

2000

  • In der aktuellen, in diesem Jahr abgeschlossenen Planungsrunde musste das Stellenvolumen im Kirchenkreis Norden um 1,75 Pfarrstellen gekürzt werden.
  • 2. April: Kirchenvorstandswahlen
  • "Kirchenvorstands-Ermutigungs-Tag" des Kirchenkreises Norden für die Mitglieder der neuen Gremien im Norddeicher "Haus des Gastes".
    Hauptreferat: Pastor Dr. Helmut Kirschstein (Klein Ilsede, dort erste teilw. selbstfinanzierte Pfarrstelle einer deutschen Landeskirche) über "Alternative Wege der Pfarrstellen-Finanzierung". Sehr positive Reaktionen.

2001

  • Flächendeckende Einführung der Notfallseelsorge im Landkreis Aurich. 36 PastorInnen verschiedener Konfessionen - auch aus dem Kirchenkreis Norden - beteiligen sich.
  • Superintendent Manfred Horch, seit 1990 Amtsinhaber in Norden, wird zum Landessuperintendenten des Sprengels Stade ernannt. Am 21. Okt. wird er in einem Festgottesdienst in Ludgeri verabschiedet.
  • Der neue Kirchenkreistag verabschiedet im November eine Resolution gegen landeskirchlich geplante drastische Einsparungen zu Lasten der Kirchengemeinden.

2002

  • Seit 1. Aug. ist Dr. Helmut Kirschstein Superintendent des Kirchenkreises Norden. Er wird am 4. Aug. in einem Festgottesdienst durch Landessuperintendentin Oda-Gebbine Holze-Stäblein in Ludgeri eingeführt.
  • Im Spätsommer weiht der Kreisjugenddienst seine "Bauwagenkirche" ein.
  • Im September startet der Verkauf der "Norder Jugendaktie" zur Unterstützung der kirchlichen Jugendarbeit in der Ludgerigemeinde.
  • Beim KKT im Oktober hält der neue Superintendent ein Grundsatzreferat: "Die Krise der Kirche als Chance verstehen!"
  • Schon im Herbst entwickelt er das "Norder Modell" zur Co-Finanzierung von Pfarr- und weiteren Mitarbeiterstellen. Der KKT beschließt auf Vorschlag des Superintendenten - unterstützt von allen Gremien -  einstimmig bei drei Enthaltungen, Zinsen aus dem gemeinsamen Kapitalfonds zur Zusatzfinanzierung für Pfarr- und weitere Personalstellen abzuschöpfen: Der Kirchenkreis-"Innovationsfonds" ist geboren.

2003

  • Das "Jahr der Bibel 2003" wird in Ludgeri mit einer ersten Bibelfliesen-Ausstellung eröffnet und vom neu gegründeten "Norder Bibelfliesen-Team" begleitet - rund 1.000 BesucherInnen kommen. Nach diversen Ausstellungen in 7 weiteren Gemeinden des Kirchenkreises und in Esens, Leer, Wittmund und Wallinghausen sind es bis zum Jahresende über 7.000.
  • Noch vor Eröffnung des Angriffskriegs der USA auf den Irak wendet sich die Norder Kirchenkreiskonferenz einstimmig gegen den Irak-Krieg.
  • Im Okt. wird der EKD-weite "Männersonntag" erstmals gefeiert - in Ludgeri. Weitere Gemeinden im Kirchenkreis werden folgen.
  • Innovative Bausatzung: die Kirchengemeinden bekommen deutlich mehr Geld für ihre Eigeninitiative.
  • Gegen den landeskirchlichen Trend beschließt der KKT unter Zustimmung der betroffenen Gemeinden, die einzusparenden Stellenanteile auf Juist und Baltrum über das "Norder Modell" zu erhalten und in drei Gemeinden die Pfarrstellen aufzustocken:  in Dornum/Resterhafe, Norddeich und Norden-Andreas.

2004

  • Der 4. Ostfrieisische Kirchentag in Emden bricht alle Zuschauerrekorde (15.000 Teilnehmende) - zahlreiche Gemeinden und Initiativen aus dem Kirchenkreis Norden sind dabei. Die neu gegründeten Ludgeri Gospel Singers treten hier erstmals offiziell auf.
  • In den unter einem Pfarramt verbundenen Gemeinden Dornum und Resterhafe wird mit Pastor Achim Blackstein ab 1.10. erstmals das "Norder Modell" realisiert: Ein Viertel der "vollen" Pfarrstelle wird durch die Kirchengemeinden (zu 2/3) und den Kirchenkreis-Innovationsfonds (zu 1/3) finanziert.
  • Im Beisein von Landessuperintendentin Holze-Stäblein feiern die Ludgeri Gospel Singers den Reformationstag mit 600 Menschen bei einem Gospel-Gottesdienst..

2005

  • Jubiläumsjahr "750 Jahre Norden" umrahmt von Ökumenischen Festgottesdiensten, Höhepunkt und Abschluß am 2. Advent mit drei beteiligten Kirchenoberhäuptern: Landesbischöfin Margot Käßmann (Predigt), röm.-kath. Bischof Bode und ev.-ref. Kirchenpräsident Schmidt. - Ehrengast: Ministerpräsident Christian Wulff.
  • Das neue "Finanzausgleichsgesetz" (FAG) der Landeskirche stellt die kirchenpolitischen Weichen neu: drastische Einsparungen, der Kirchenkreis verliert die Insel- und Tourismuszuschläge. Aber die Gestaltungsmöglichkeiten der "mittleren Ebene" (= Kirchenkreise) wachsen enorm.
  • Auf Initiative des Superintendenten richten Kirchenkreis und Diakonisches Werk erstmals eine "Woche der Diakonie" aus.
  • Der Arbeitskreis "Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld" wird gegründet. Das Projekt will in dem entwidmeten Gotteshaus an die Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen erinnern.

2006

  • Nach langer Vorarbeit Gründung der gGmbH Pflegedienste im Kirchenkreis Norden.
  • Nach langer Vorarbeit richtet das Diakonische Werk die "Norder Tafel" ein.
  • Die Psychol. Beratungsstelle bekommt den Zuschlag für die Erweiterung um die Schwangerschafts-Konfliktberatung.
  • Gemeinde-eigene Musikfonds können eingerichtet werden: Das von der Gemeinde hier zusätzlich eingestellte Geld (2/3) wird vom Kirchenkreis wie beim "Norder Modell" bonifiziert (1/3).
  • Ab jetzt werden entsprechend auch geringfügig bezahlte MitarbeiterInnen der Jugendarbeit bonifiziert.
  • Obwohl Sup. Dr. Kirschstein das "Norder Modell" durch eines von vier Grundsatzreferaten beim landeskirchlichen Symposion in Loccum vorstellen darf und auf positive Resonanz stößt, verweigert die Landeskirche ihren eigenen Einstieg in die Bonifizierung.
  • Zusammen mit anderen Kirchenkreisen protestiert Norden erfolgreich gegen die ersatzlose Streichung des Tourismus- und Inselzuschlags: Pro Insel bekommen die Kirchenkreise Geld im Umfang einer Pfarrstelle.
  • Ebenso erfolgreich: Aufgrund eines gemeinsamen Gegengutachtens aller ostfriesischen Kirchenkreise sollen die fünf bisherigen Kirchenkreisämter jetzt nicht auf eines, sondern auf zwei reduziert werden (Leer und Aurich).
  • Das Landeskirchenamt will aus sechs ostfriesischen Kirchenkreisen vier machen. Leer und Rhauderfehn, Emden und Norden würden zusammengelegt. Höchste Gefahr für die Eigenständigkeit des KK Norden - der Verlust der Superintendentur droht! Gegenvorschlag aus der Runde der Superintendenten: Der KK Emden wird aufgelöst, Emden wird Sitz der Landessuperintendentur und kommt plus Umland zu Leer, das einige Gemeinden an Rhauderfehn abgibt. Das Brookmerland plus Leybucht verstärken den KK Norden und erhalten dessen Selbständigkeit. - Tatsächlich: Die Landeskirche folgt diesem Vorschlag.

2007

2008

2009

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