Kirchenkreis-Partnerschaft Uganda

AUFRUF zur Weihnachtsspende für Uganda

„Ein Ort der Hoffnung für junge Frauen“ 

Der Freundeskreis Uganda lebt von Engagement, Herzlichkeit und der Bereitschaft, gemeinsam etwas zu bewegen. Zur Weihnachtszeit möchten wir die seit 15 Jahren erfolgreiche und inspirierende Geschichte der Partnerschaft mit unseren zwei Partner-Diözesen der anglikanischen Kirche im Norden Ugandas besonders fruchtbar werden lassen: für junge Frauen, die dringend auf unsre Unterstützung angewiesen sind.

Unterstützung für den Bau von zwei Klassenräumen im
Awoo Women Development Center (WDC), Norduganda

Der Freundeskreis Uganda im Kirchenkreis Norden bittet dringend um Unterstützung für ein zukunftsweisendes Projekt der Mothers’ Union der Diözese Norduganda (DNU).

Für die Umsetzung des Projekts „Klassenräume für das Awoo Women Development Center“ stehen bereits rund 21.000 € Fördergelder in Aussicht. Damit diese Mittel ausgezahlt werden können, muss von uns zusätzlich ein Eigenanteil von ca. 4.000 € erbracht werden.

Worum geht es?

Die Diözese Norduganda, Teil der anglikanischen Church of Uganda, leistet seit Jahrzehnten zentrale Beiträge zur sozialen, wirtschaftlichen und geistlichen Entwicklung der Region. Besonders der Mothers’ Union – ein kirchlicher Verband verheirateter Frauen – kommt eine Schlüsselrolle zu.

In Norduganda unterstützt sie über 5.000 Mitglieder, stärkt Familien, fördert Einkommen und bietet psychosoziale Hilfe für besonders verletzliche Gruppen: junge Frauen, alleinerziehende Mütter, traumatisierte Jugendliche und Menschen, die unter den Folgen jahrzehntelanger Konflikte leiden.

Seit 1982 hat das Women Development Center (WDC) mehr als 2.000 Mädchen und junge Frauen in Schneiderei, Friseurhandwerk, Sekretariatstätigkeiten und Erwachsenenbildung ausgebildet – oft mit eindrucksvollen Erfolgsgeschichten wie der von Adong Grace und Abang Harriet, die heute selbst junge Frauen ausbilden, eigene Geschäfte führen, ihre Familien versorgen und Verantwortung in lokalen Gemeinschaften übernehmen.

Das Problem: fehlende Räume – fehlende Chancen

Trotz des großen Engagements fehlt es an geeigneten Räumen.
Das WDC ist nach Krieg, Umsiedlungen und dem Verlust von Ausrüstung mehrfach neu gestartet – aktuell in der abgelegenen Gemeinde Awoo. Ohne angemessene Gebäude kann die Mothers’ Union ihre Programme für Empowerment, Berufsausbildung, psychosoziale Unterstützung und wirtschaftliche Stärkung junger Frauen nicht so wirksam durchführen, wie es dringend nötig wäre.

Was soll gebaut werden?

Geplant ist der Neubau eines einstöckigen Gebäudes mit zwei Klassenräumen und zwei kleinen Schulshops. Diese Räume werden genutzt für:

1.     Ausbildung in Schneiderei, Friseurhandwerk und Kosmetik
2.
     Klassenunterricht, Lagerung von Lernmaterialien
3.     Beratung, Mentoring und psychosoziale Unterstützung
4.     Einkommens-generierende Aktivitäten der Teilnehmerinnen

Die Baukosten betragen insgesamt 105 Mio. UGX (≈ 25.000–26.000 Euro).
Fördermittel sind gesichert – 4.000 Euro fehlen noch.

Warum ist dieses Projekt so wichtig?

Die Acholi-Subregion zählt zu den ärmsten Gebieten Ugandas.
Studien zeigen:

1.     bis zu 68 % Armutsquote,
2.     über 49 % der von Frauen geführten Haushalte leben in ernster Ernährungsunsicherheit,
3.     traumatische Kriegsfolgen,
4.     fehlende Ausbildungsplätze und kaum Möglichkeiten für selbstbestimmte Einkommen.

Der Klassenraum-Neubau ermöglicht:

1.     jährlich 80 Mädchen und jungen Müttern eine Berufsausbildung
2.     eine enorme Verbesserung des Lebensunterhalts für ganze Familien
3.     Stärkung der Frauenrechte
4.     bessere Gesundheits- und Hygienekompetenz
5.     lokale wirtschaftliche Stabilisierung und Zukunftsperspektiven

Nachhaltigkeit ist gesichert !

Das Projekt umfasst:

1.     Einnahmen aus Ausbildungsgebühren und Produktverkauf
2.     enge Vernetzung mit NGOs, Kirchen und Behörden
3.     gut etablierte Verwaltungsstrukturen der Mothers’ Union
4.     qualifiziertes Personal und lokal verankerte Leitung
5.     Monitoring, Evaluation und transparente Finanzprüfung

Das Grundstück ist durch die Church of Uganda bereitgestellt, das Gebäude steht dauerhaft im Dienst der Mothers’ Union.

Ihre Unterstützung entscheidet

Damit die ca. 20.000 € Förderung abgerufen werden können, müssen nur noch 4.000 € Eigenanteil gesichert werden.

Jeder Euro fließt ohne Abzüge direkt in das Projekt.

Wir laden herzlich ein:
Kaufen Sie symbolisch Steine – und bauen Sie mit uns eine Schule, gestalten Sie Zukunft.
Für Bildung. Für Zukunft. Für Hoffnung.

Bitte helfen SIE mit! Über das Konto
Kirchenamt Aurich – Evangelische Bank 
IBAN: DE35 5206 0410 0000 0062 62
„UGANDA: Ort der Hoffnung + Weihnachtsspende 2025

 

Ihr Helmut Kirschstein
für den Freundeskreis Uganda Norden
in Verbindung mit der Gossner Mission

Gute 15 Jahre Partnerschaft mit Uganda

Besuch des Flüchtlingslagers Pagirynia - zwischen Elend und Hoffnung

Im Jahr 2009/2010 eröffnete sich dem Kirchenkreis Norden die Chance zu einer zweiten Kirchenkreis-Partnerschaft: zu zwei Diözesen der Anglikanischen "Church of Uganda" (CoU) im Norden des ostafrikanischen Landes. Was der KKV mutig beschloss, führte noch im Sommer 2010 zum Besuch einer ugandischen Delegation im Kirchenkreis - und zur Unterzeichnung offizieller Dokumente. Mit dabei: die beiden aktuellen Bischöfe Johnson Gakumba (Gulu) und Benjamin Ojwang (Kitgum) sowie dessen Vorgänger, der Friedensaktivist Altbischof MacLeord Baker.

Intensive Begegnungen teils großer Besuchsgruppen prägen seither das Miteinander. 2011 wurde unter Leitung des Superintendenten der "Freundeskreis Uganda" gegründet. Er organisiert die Treffen im jährlichen Wechsel Uganda / Deutschland, begleitet die Partnerschaft und ihre diversen Projekte, organisiert Veranstaltungen und sammelt Spendengelder. Der Freundeskreis versteht sich zugleich als Arbeitskreis der GOSSNER MISSION (mit Sitz in Berlin) und profitiert von dessen Erfahrung und Finanzierungs-Möglichkeiten (siehe Extra-Seite).

Mittendrin: Gemeinsam musiziert es sich am besten ...

Unsere Hilfsprojekte

Basis unserer Beziehungen nach Uganda bleibt die Entwicklung eines christlichen Miteinanders, das gemeinsame Feiern von Begegnungsfesten und Gottesdiensten, das Interesse am Wohlergehen des anderen - und deshalb auch das Teilen von "Freud und Leid", aus dem heraus die tatkräftige Hilfe und Unterstützung erwächst.

Kitgum: Verteilung der Rollstühle - lang herbeigesehnt von vielen Bedürftigen

Projekte in der Diözese Kitgum

  • "Kühe für Paloga" (Dorf im abgelegenen äußersten Norden) zur Sicherung der Ernährung und als "Bank" (Verkäufe im "Notfall")
  • Unterstützung des Baus einer Kirche in Paloga (St.Barnabas Tidikirame)
  • "Rollstühle für Kitgum": Kauf, Organisation, Zuteilung von Rollstühlen für Kriegsopfer, spastisch Gelähmte, behinderte Menschen (auch für Kinder) - mehrere Phasen, mittlerweile 100 Rollstühle - Projekt wird fortgeführt
  • Bau einer Kirche in Laguri (sehr starke Eigenarbeit der Ortsgemeinde, alleinige Finanzierung aus Norden)
  • Wiederholte Unterstützung einer HIV-Aids-Initiative in Kilak Corner
  • Verbesserung der Wasserversorgung eines Mädchen-Internats in Kitgum (Y.Y.Okot Memorial College)
  • Unterstützung einer Selbsthilfegruppe für Teenage-Mütter "Save the Teens" in Kalongo (u.a. Initiative gegen Vergewaltigungen)
  • Langzeit-Projekt: Vorbereitung einer Berufsschule in Paloga (immer noch im Planungsstadium), auch in Zusammenarbeit mit der Conerus-Schule / BBS Norden
Vertrauensvoll, offen, herzlich: Schüler freuen sich über den Besuch

Projekte in der Diözese von Nord-Uganda (Gulu)

  • Bau einer Kirche in Agung (Ort der ersten christlichen Mission in Nord-Uganda)
  • Bau eines Kindergartens in Agung - mittlerweile Erweiterungsbau dazu abgeschlossen
  • Unterstützung für Menschen im Flüchtlingslager Pagirynia (Bürgerkriegs-Flüchtlinge aus Südsudan)
  • Blasinstrumente zum Aufbau eines kirchlichen Posaunenchors in Gulu
  • Aufbau einer Schreiner-Werkstatt an der kirchlichen Berufsschule (VTC St.Janani Luwum) in Gulu
  • Bau eines Erweiterungstrakts (Schlafsaal) an der Gulu Primary School, der insbes. der Beschulung von Flüchtlingskindern fern vom Flüchtlingslager zugute kommen soll
  • Fortbildung für Lehrkräfte zum Umgang mit kriegs-traumatisierten Kindern in Gulu
Einsegnung einer frisch gegründeten Gruppe der "Fathers´Union"

... und in beiden Diözesen

  • Maßgebliche Impulse zum Aufbau einer kirchlichen Männerarbeit ("Fathers´ Union" in Analogie zur weit verbreiteten "Mothers´ Union")
  • Einzelfall-Hilfe, meist durch private Initiativen aus dem Freundeskreis heraus (Ermöglichung einer Operation, Krankentransport, langjährige Studienhilfe, familiäre Unterstützung)

Wer mehr wissen möchte: Hintergründe. Entwicklungen...

In Verbindung mit der langjährigen Partnerschaftsarbeit des Kirchenkreises zu Frauenprojekten im Sudan ergab sich 2009 eine neue Beziehung zur Khartoum Diplomatic School (KDS), die der Hager Pastor Rolf Meyer-Engeler initiiert hatte.

Darum unterrichteten ab Sommer 2009 zwei junge Frauen, die gerade ihr Abitur abgelegt hatten, für mehrere Monate Deutsch an der KDS (Inga Zahmel und Lydia Kirschstein). Umgekehrt vermittelte der Kirchenkreis eine „inoffizielle“ Schul-Partnerschaft mit dem Norder Ulrichsgymnasium.

Im September 2009 weilten erstmals Schülerinen und Schüler der KDS unter Leitung des christlichen Schulleiters Johnson Nyeko und seiner Frau Venturina in Norden. Beide stammen ursprünglich aus Uganda. Und luden - zur allgemeinen Überraschung - bei einem Besuch im Hause des Superintendenten Dr. Kirschstein, seine Frau Ulrike sowie eine unbestimmte Zahl von Familienmitgliedern und Freunden nach Uganda ein: zur Bischofsweihe eines alten Freundes der Nyekos: Johnson Gakumba in Gulu. Gulu, eine Großstadt im Norden Ugandas? Davon hatte wohl im ganzen Kirchenkreis Norden bis dahin niemand je gehört...

Einführung des Bischofs am 4. Advent! Vorweihnachtszeit? Eigentlich unmöglich für Pastoren, ausgerechnet jetzt zu verreisen!

Aber Ehepaar Kirschstein entschloss sich, die Einladung anzunehmen. Und gab sie, wie erwünscht, gerne an Familienmitglieder und Freunde weiter. So reiste im Dezember 2009 eine neun-köpfige Delegation nach Uganda; wichtig: auch der Beauftragte für Männerarbeit im Kirchenkreis Norden, Folkert Seeba, und seine Frau Christa nahmen daran teil.

Die vollständig privat getragene und finanzierte Reise brachte u.a. Begegnungen mit dem neuen Bischof Johnson Gakumba (Gulu) sowie dem Bischof der Diözese Kitgum, Benjamin Ojwang, und dessen Vorgänger, Altbischof Macleord Ochola Baker - wie sich herausstellen sollte: ein engagierter, international geachteter Friedenskämpfer.

Plötzlich so gute Beziehungen zu Christen und Kirchen im Norden Ugandas: davon sollten doch auch andere, ganze Kirchengemeinden, ja der Kirchenkreis profitieren!

Auf Initiative des Superintendenten beschloss der Norder Kirchenkreisvorstand am 24. März 2010, eine offizielle Partnerschaft mit den beiden Diözesen im Norden Ugandas aufzunehmen.

Für 1. bis 10. Juli 2010 wurde auch gleich eine elfköpfige Delegation nach Norden eingeladen, zu der auch die drei Bischöfe, weitere PastorInnen und LaiInnen gehörten. Am 4. Juli 2010 wurden die Partnerschafts-Urkunden in einer feierlichen Zeremonie während eines Festgottesdienstes in der Norder Ludgerikirche unterzeichnet. Und es kam auch zu einem Eintrag ins "Goldene Buch" der Stadt Norden.

Die erste "offizielle" Reise nach Afrika ließ nun nicht mehr lange auf sich warten: Vom 13. bis 26. Januar 2011 weilte eine 15-köpfige Delegation der Kirchenkreis-Männerarbeit in Uganda: tatsächlich ausschließlich Männer. In Ermangelung eines anderen Trägerkreises der neuen Partnerschafts-Arbeit, denn einen entsprechenden Freundeskreis gab es noch nicht!

Unter der Leitung von Sup. Dr. Helmut Kirschstein, organisiert von Folly Seeba, dem Beauftragten für Männerarbeit im Kirchenkreis Norden, bedeutete dieser erste "offizielle" Besuch eine Vertiefung und Erweiterung der freundschaftlichen Beziehungen. Nicht nur Partner: Brüder und Schwestern leben im Norden Ugandas! Auch das allererste Projekt wurde begutachtet: "Kühe für Paloga"...

Herzliche Empfang bei Erzbischof Stanley Ntagali, 2012 Oberhaupt der 8,1 Mio. anglikanischen Christen in Uganda. Beste Verbindungen für weitreichende Projekte...

Am 1. März 2011 wurde der "Freundeskreis Uganda" ins Leben gerufen. Auf der Gründungs-Liste finden sich 28 Namen. Informationen über die Lage im Land und bei unseren Partnern, die Organisation von "Hilfe zur Selbsthilfe", der Aufbau eines Hilfs-Netzes über den Kirchenkreis Norden hinaus und die weitere Planung von Begegnungen sind Ziele dieses Zusammenschlusses. Über allem steht die Absicht des "Encouragement": auf vielfältige Weise den Menschen im Norden Ugandas Mut zu machen, um ihre traumatischen Kriegserlebnisse physisch und psychisch bewältigen zu können. Unsere Mitchristen in den anglikanischen Diözesen "Northern Uganda" (Gulu) und "Kitgum" der Church of Uganda sind uns dafür verlässliche Partner.

Der "Freundeskreis Uganda" ist von Anfang an ein Arbeitskreis unter dem Dach des "Eine-Welt-Ausschusses" der Norder Kirchenkreissynode. Vorsitzender ist Superintendent Dr. Helmut Kirschstein - zum Vorstand gehören außerdem Folkert "Folly" Seeba (2.Vors.), Annette Berndt, Albrecht Kutscher und Monika Bauer.

Zu den ersten Initiativen des Freundeskreises gehörte gleich die Planung der zweiten Reise nach Uganda: vom 9. bis 19. Januar 2012, selbstverständlich mit einer "gemischten" 10-köpfigen Gruppe aus Frauen und Männern.

Erinnerung an die Toten des Terrors: Eines der seltenen Denkmäler am Straßenrand. So kleine Ortschaften - so viele Namen.

Der 2. Gegenbesuch aus Uganda brachte im Sommer 2012 (10. bis 23. Juli) dann wieder 10 ugandische Brüder und Schwestern nach Norden.

Mit 18 Mitgliedern reiste dann beim 3. "offiziellen" Ugandabesuch vom 17. bis 31. Januar 2013 die bisher größte Norder Delegation in den Norden Ugandas.

Zum 3. Gegenbesuch aus Uganda konnte aus internen Gründen leider nur eine 5-köpfige Delegation aus Gulu anreisen - die Tage vom 16. bis 30. Juni 2014 waren umso intensiver. Erschreckender Hintergurnd: In der Diözese Kitgum tobte zu dieser Zeit ein regelrechter "Kirchenkampf" um den aus Altersgründen eigentlich zu verabschiedenden Bischof Benjamin - der weigerte sich schlicht, wurde regelrecht abgesetzt, strengte gar ein Gerichtsverfahren vor staatlichen Behörden an - und ging am Ende doch noch versöhnlich aus dem Amt.

Wir Norder hatten uns da nicht einzumischen - luden für 2014 aber bewusst weder die eine, noch die andere Seite ein...

7. Ostriesischer Kirchentag in Rhauderfehn - unsre ugandischen Gäste verbreiten beste Stimmung.

Jede unsrer Reisen nach Uganda, jede Begegnung im Norderland hatte ihr eigenes Gepräge. Die 9-köpfige Delegation hatte es im Januar 2015 bei unsrer 4. Reise mit dem Vakanz-Bischof Charles Odurkami zu tun, ein wahrhaft "prächtiger" Mensch! So lernten wir auch "seine" Stadt Lira näher kennen - und erfuhren aus unmittelbarer Betroffenheit schreckliche Details zum Massaker von Barlonyo, wo die LRA viele hundert Wehrlose abschlachtete. Woher nahm der Bischof bloß seinen herzerfrischenden Humor...

Probleme gab es wieder beim 4. Gegenbesuch der Ugander: Diesmal gelang es nicht rechtzeitig, die nötigen Visa zu beschaffen - da nur 5 Ugandern die Einreise gestattet wurde, verzichteten im Sommer 2016 die designierten Teilnehmer aus Gulu und ließen den Christen aus Kitgum (die 2014 ja verhindert waren) den Vortritt. Die fünf Kitgumer unter Leitung von Vakanz-Bischof Charles bereicherten nicht nur den Ostfriesischen Kirchentag in Rhauderfehn ungemein!

Seit 2013 begleitete Dr. Volker Waffenschmidt, Afrika-Koordinator der Gossner Mission, alle Reisen nach Uganda - und ließ es sich auch nicht nehmen, immer wieder einmal freundschaftlich an den Norder Treffen teilzunehmen. Beim Frühjahrs-Kuratorium 2016 der Gossner Mission war es dann endlich so weit: "Uganda" wurde zum offiziellen vierten Partnerschaftsland des in Berlin beheimateten Missionswerks erklärt. Der kurz zuvor im Februar 2016 unter (alleinigem) Beisein von Volker Waffenschmidt eingeweihte Kindergarten-Neubau in Agung (Diözese Gulu) verdankte sich bereits ganz überwiegend der Planung, Begleitung und Co-Finanzierung durch Gossner...

Daraufhin reiste mit der 14-köpfigen 5. Delegation im Januar 2017 erstmals auch der neue Direktor der Gossner Mission, Christian Reiser, nach Uganda, um Land, Leute und Projekte kennenzulernen.

Nach der Reise 2017 mit viel Inspiration für neue Projekte kamen im Sommer 2018 unsre ugandischen Freunde wieder in den Kirchenkreis: mit ganz viel Input bspw. zum ugandischen Schulbetrieb in diversen Einrichtungen, zur Friedensarbeit der Kirche, aber auch zum Projekt "Biomass Gazification" der Familie Nyeko (Vortrag in Zusammenarbeit mit der IHK).

Der 6. Norder Besuch in Uganda wurde dann von Jan. 2019 auf Nov./Dez. 2018 vorgezogen - ein Zeitensprung aus gutem Grund: Nach Jahren des Kirchenkampfs, der Wirren und der Vakanz wurde mit Bischof Wilson Kitara ein dynamischer jüngerer Geistlicher in die Verantwortung der Kirchenleitung gerufen. Er nahm sich sehr viel Zeit, unsre gemeinsamen Projekte zu besuchen. Unvergesslich, ihm vor 10.000 Feiergästen typisch ostfriesische Boßelkugeln überreichen zu dürfen - verbunden mit der Herausforderung zum Wettkampf in Ostfriesland! Der musste dann leider wegen "Corona" verschoben werden...

Die Pandemie ließ den schon intensiv geplanten Gegenbesuch der ugandischen Freunde 2020 nicht zu. Auch die Verschiebung ins nächste Jahr verlief im Nichts. Umso wichtiger, dass unsre deutsche Delegation im November 2021 endlich wieder reisen konnte: zum Abschied unsres langjährigen Partners Bischof Gakumba - und zur gleichzeitigen Einführung seines Nachfolgers Godfrey Loum in Gulu. Die 7. Partnerschaftsreise, und unsre Delegation war so jung wie nie!

Auch der Gegenbesuch konnte im Mai 2022 endlich stattfinden, das 10-jährige Partnerschafts-Jubiläum wurde in Ludgeri nach-gefeiert: Unter Leitung beider neuer Bischöfe kamen 10 ugandische Geschwister, alle zum ersten Mal - und erlebten den 3. Ostfriesischen Gossner-Tag in Norden wie den ersten Gossner-Tag in Hannover. Alle 10 erwiesen sich als hochkompetent - und begeisterten uns neu.

Projekt "Ein neuer Brunnen für 850 Kinder in Gulu"

Der ausdrückliche Dank
für die 10.000 € Unterstützung geht an die Bingo-Umweltstiftung: Bingo-Umweltstiftung

Desweiteren geht ein herzliches Dankeschön an die Gossner Mission, die 12.000 € der 22.000 € Projektgelder durch Spendenmittel aufbringt:
Gossner Mission

Seit Mai 2025 hat der Freundeskreis Uganda
einen neuen Vorstand:
Vorsitzender:
Dr. Helmut Kirschstein
Stellv. Vorsitzende:
Karin Rosenberg-Zimmermann
Jugendvertretung:
Eike Petersen
Beisitzer: 
Malika Wolf, Mika van Loh
Außerdem engagieren sich für besondere Aufgaben:
- Projektbegleitung:
Jan Papendieck
- Fundraising:
Friedrich Paulsen

Vom Krieg traumatisiert

Die Partner-Diözesen im Norden Ugandas liegen in jenem Landesteil, der bis 2006 über 20 Jahre lang dem Terror der sog. "Lord´s Resistance Army" (LRA) ausgesetzt war. UN-Mitarbeiter sprachen von der "wohl brutalsten Rebellengruppe der Welt". Mitglieder der LRA plünderten, mordeten, folterten und vergewaltigten praktisch wahllos in den nördlichen Regionen Ugandas. Kinder wurden entführt, um sie teils als Kinder-Soldaten, teils als Sex-Sklavinnen zu missbrauchen. Nach Aussagen unsrer Partner müssen über 90% der Bevölkerung als traumatisiert gelten.

Obwohl Rebellenfüher Joseph Kony 2008 dem ausgehandelten Friedensvertrag die Unterschrift verweigerte, herrscht im Norden Ugandas seither Friede. Die LRA musste sich in den Kongo und die Zentralafrikan. Republik zurückziehen - und macht trotz ihrer Dezimierung immer wieder durch Greueltaten auf sich aufmerksam.

Die Herausforderungen zum Aufbau von Infrastruktur und Bildung, zur Ermutigung und Begleitung der Menschen und zur Beförderung von Frieden und Versöhnung im Norden Ugandas sind immens.

Die Kirchenjugend tanzt - in der St.Philipps-Kathedrale Gulu

Begegnungen in Uganda

"Encouragement" ist angesagt - und jeder Besuch einer Delegation aus dem Kirchenrkeis Norden verfolgt immer auch dieses Ziel: die Menschen zu ermutigen und in ihrem Willen zum Aufbau des verwüsteten Landes zu bestärken. Und in ihrem Versuch zur Heilung der verwüsteten Seelen erst recht.

Dabei ist das Land faszinierend schön. Und die Menschen überaus gastfreundlich. Unsre Partnerschaft beschenkt auch uns - mit unvergesslichen Eindrücken.

KJW Markus Steuer in seinem Element
Miriam und Volker: "ein Herz und eine Seele"
Wilder Tanz bei "Baker´s Fort", wo einst Sklaven gedemütigt wurden

Begegnungen in unseren Kirchengemeinden

"Kirchenkreis-Partnerschaft" heißt, dass möglichst viele Kirchengemeinden mit unseren ugandischen Brüdern und Schwestern in Kontakt kommen - etwa bei Andachten, Gottesdiensten und Konzerten - bei Fahrradtouren und Ausflügen - im Gespräch am Grill oder bei der Bibelarbeit in einem Glaubensgesprächskreis. Solche Begegnungen sind ein Segen!

Ugandische Gesangs-Einlage beim Konzert der "Starfish Singers" in der Inselkirche Nordey
Gemeinsame Bibelarbeit in Berumerfehn
Miteinander auf Baltrum unterwegs
Große Runde in Hage: Gedankenaustausch zu Krieg und Flucht - mit Migranten aus Syrien, dem Iran ...
Rundgespräch auf Juist: "Kirche im Tourismus" - bald auch ein Arbeitszweig für Uganda?
Mit dem Fahrrad auf Tour - ostfriesische Weite erfahren
"Naturtalente" beim Boßeln auf Ostfrieslands Straßen! Der Bischof kann kommen ...