Grundstandards unsrer Arbeit im Kirchenkreis

Worum es uns geht: Paradigmenwechsel zu einer "beteiligenden" Kirche

In Verantwortung vor Gott und den Menschen und im Vertrauen auf Jesus Christus, den Herrn der Kirche... - so beginnt die Präambel zu den „Grundstandards“ im Kirchenkreis Norden.
Im Bewusstsein dieser Verantwortung werden
kritische Herausforderungen, aber auch besondere Chancen und Ressourcen skizziert. Im zentralen Punkt 10 heißt es dann programmatisch:

Angesichts der aktuellen Herausforderungen, Chancen und Ressourcen befürworten und befördern wir im Kirchenkreis Norden einen Paradigmenwechsel: Der gemeinsame Weg führt uns immer stärker von einer betreuenden Kirche zu einer beteiligenden Kirche.
Von einer Kirche, in der wenige Pastorinnen und Pastoren viele Gemeindeglieder „betreuen“ – in der überhaupt wenige Aktive (Haupt-, Neben- und Ehrenamtliche) viele Passive „betreuen, – werden wir zu einer Kirche, in der sich immer mehr Menschen aktiv beteiligen. Wir tun alles, um ein quantitativ wie qualitativ wachsendes, selbstbewusstes und eigenverantwortliches Engagement unsrer Mitglieder zu fördern und dadurch auch Mitglieder zu binden und neu zu gewinnen.

  • Dieses Anliegen ist das entscheidende Kriterium für den Einsatz unsrer finanziellen, personellen und baulichen Ressourcen.

Unter Punkt 12: Zukunftsweisend ist die Investition in Personen, die eine engagierte kirchliche Arbeit vor Ort leisten und zu wachsender Attraktivität der Kirche wie zu wachsendem Spendenaufkommen für die Kirche beitragen (siehe insbesondere „Grundstandard“ zum Ehrenamt).

Und zusammenfassend unter Punkt 19: Wir sind ein Kirchenkreis! Das Bewusstsein gemeinsamer Verantwortung und gemeinsamer Orientierung soll durch eine bewusste Förderung des Miteinanders weiter gestärkt werden.

Vorgeordnete Richtline unsres Kirchenkreises

Unsere Landeskirche erwartet von allen Kirchenkreisen eigene Konzepte zu den landeskirchlich vorgegebenen "Grundstandards". In 7 Fachgebieten sind diese Konzepte - der Situation vor Ort angemessen - zu entwickeln.

Aus Anlass der erstmaligen Aufstellung eigener Grundstandards hat der Kirchenkreisvorstand Norden in seiner Sitzung vom 25.4.2007 eine "vorgeordnete Richlinie" beschlossen. Daran haben sich seither alle Konzeptionen und auch die Überarbeitungen 2011 und 2015 orientiert:

  1. In allen Fachgebieten bauen wir prinzipiell darauf, dass entscheidende Aspekte der erforderten Grundstandards durch ein aktives Gemeindeleben im Rahmen einer lebendigen Gemeindearbeit realisiert werden.
     
  2. Wir vertrauen von Anfang an darauf, dass wir durch die Unterstützung eines lebendigen Gemeindelebens und das weitest gehende Festhalten an parochialen Strukturen weitere finanzielle Mittel zur Erfüllung der von uns angestrebten Grundstandards erreichen.