Gemeinde-Partnerschaft Tansania

Marienhafe - Bombo

Familiäre Verbundenheit: Wie alles begann ...

Die Partnerschaft mit der tansanischen Gemeinde Bombo besteht seit 2001. Sie verdankt sich – wie das bei Partnerschaften häufig der Fall ist – einer sehr persönlichen Beziehung. Und die ist wirklich einzigartig: Kirchenvorsteherin Johanne Dannholz stammt aus einer Missionarsfamilie – ihr Großonkel, ebenfalls in Marienhafe beheimatet, arbeitete um die Jahrhundertwende in der tansanischen Region ("Deutsch Ostafrika") und gründete die Gemeinde Bombo!

Schon ab 1980 kam es zu intensiven Kontakten zwischen Johanne Dannholz und Christine Mtango, der Tochter des ersten einheimischen Pastors von Bombo, die in den 60er Jahren ein Studium in Darmstadt absolviert hatte. Als Johanne Dannholz bei einem Besuch in Tansania die prekäre Situation des Kindergartens wahrnimmt, ergreift sie die Initiative zur Gründung der Tansania-Freunde Marienhafe. Am Pfingstsonntag 2001 wird die Partnerschaft offiziell beschlossen.

Besuche und Projekte

Besonders wichtig sind auch für diese Partnerschaft die gegenseitigen Besuche – regelmäßig im zweijährigen Wechsel. Erst vor Ort lässt sich überhaupt realisieren, welche Hilfe wirklich nottut. Hier kann man mit technischer Begabung manches Problem auch unmittelbar lösen. Nicht zuletzt sind aktuelle Bilder für Vorträge wichtig, um weitere Spendengelder zu erheben und den Menschen helfen zu können.

Die Unterstützung für Bombo richtet sich vor allem auf folgende Hilfs-Projekte:

  • Der Kindergarten konnte komplett neu gebaut werden. Dafür finanzierte der Tansania-Kreis nicht nur das Gebäude, sondern auch die Ausbildung zweier Erzieherinnen. Seither „läuft der Kindergarten sehr gut“. Zwischenzeitlich wurde auch noch „nachgerüstet“, etwa beim Fensterglas, mit Regenrinnen und Regentonnen. Auch die Küche wurde teilweise neu eingerichtet. Das für beide Kindergärtnerinnen übernommene Jahresgehalt beträgt insgesamt 1.800 €! Als „Hungerhilfe“ (in Tansania herrscht „fast regelmäßig“ Hungersnot) werden jährlich 1.500 € gegeben – davon werden die insges. etwa 50 Kindergartenkinder mit einer Mahlzeit täglich „richtig satt“. „Bildung ist auch in Tansania das A und O“ Darum ist und bleibt der Kindergarten das wichtigste Projekt!

  • Die vom Tansania-Kreis finanzierte Wasserleitung soll kommunal bzw. mit Regierungsgeldern noch weiter „in alle Richtungen“ ausgebaut werden, deshalb liegt auch die eigentliche geplante Erweiterung von kirchlicher Seite zur Zeit auf Eis.

  • Erfolgreich verlief die Renovierung des Pfarrhauses. Aktuelles Bauprojekt: das Gemeindehaus, das den verschiedensten Gemeinde-Aktivitäten, insbesondere aber den Frauen zugutekommt: Hier bekommt eine Nähwerkstatt ihren Raum, Fortbildungs-Veranstaltungen werden durchgeführt - aber es probt auch der Posaunenchor, in jetzt ebenfalls viele Frauen mitspielen.

  • Nach schwierigen Jahren ist zuletzt auch die Unterstützung des lutherischen Krankenhauses in eine gute Spur gekommen: Dieses Krankenhaus in Bombo ist für eine große Region zuständig. Durch Unterstützung weiterer Gemeinden und eine neue Verbindung mit BROT FÜR DIE WELT ist das Hospital jetzt weitgehend fertiggestellt. Und kann seinen segensreichen Dienst tun.

Phantasievoll: So geht´s mit den Spenden

Der Freundeskreis generiert erstaunlich hohe Gelder durch diverse Einsätze - Jahr für Jahr:

  • Beim Straßenfest in Marienhafe kommen durch die vom Freundeskreis veranstaltete Tombola („jedes Los gewinnt!“) hohe Summen herein.
  • Durch persönliche Verbindungen aus dem Freundeskreis ist die Gruppe steter Gast beim Tag der offenen Tür auf dem Gelände der Norder Firma Siebels Baustoffcenter GmbH & Co. KG. Bis zu 40 selbstgebackene Kuchen werden mitgebracht, dazu auch Kaffee verkauft. Das zusätzliche Würstchengrillen „übernehmen die Männer“. Nicht unwesentlich für die stolzen Einnahmen von 2.500 bis 3.000 € dürfte es sein, dass der Firmeninhaber das Grillgut spendet und überhaupt „alles aufrundet“.
  • Dritter Einsatzort ist der Weihnachtsmarkt in Verbindung mit der Interessengemeinschaft Marienhafe: Hier verkauft der Tansania-Kreis teils selbstgebastelten Schmuck und bis zu 2.000 selbstgebackene „Neujahrskuchen“. Der Erlös fließt in den Gesamtgewinn aller Stände ein und wird dann – proportional nach der jeweiligen stundenweisen Anwesenheit der einzelnen Gruppen – am Ende ausgeschüttet.
  • Weitere Einnahmequellen sind das Kirchencafé im Anschluss an die Gottesdienste oder auch Vortragsabende im Nachgang zu den Besuchsreisen.
  • Während der Advents- bzw. Weihnachtszeit werden Spendendosen in den Marienhafer Geschäften aufgestellt.
  • Und nicht zuletzt sind es Spendenbriefaktionen, mit denen Johanne Dannholz Sympathisanten gewinnt.