Evangelisches Profil - Ökumenische Weite

"Querschnittsaufgabe" für alle Arbeitsfelder der Kirche

Das mittelalterliche Triumphkreuz in der St.Ansgari-Kirche zu Hage: elementarer Ausdruck dessen, was für uns evangelische Lutheraner im Zentrum unsres Glaubens steht.

Und was eine "Querschnittsaufgabe" für alle Arbeitsfelder unsres Kirchenkreises bedeutet:

  • Gott nachsinnen, Seine Gegenwart feiern und bezeugen
  • Jesus Christus nachgehen
  • in Seinem Geist Kirche und Welt gestalten

Das ist evangelisch-lutherisch.

Evangelisch:

Kirche auf dem Boden des Evangeliums!

Bei uns sollte spürbar sein: Evangelium ist "frohe Botschaft".
Gott liebt diese Welt.
Er versöhnt, befreit, erlöst.

Dafür stehen wir ein.
In diesem Geist
feiern wir unsere Gottesdienste.
In diesem Geist
bemühen wir uns, zu leben.

Miteinander
im Namen Jesu Christi -
wie Er es wollte.
Wie Er es will. Heute.

Lutherisch:
Kirche, wie sie Martin Luther im 16. Jahrhundert angestoßen hat.

In dem befreienden Bewußtsein, dass allein Gottes Güte entscheidend ist - nicht unser menschlich-allzu-menschliches Bemühen...

"Allein durch Gnade ..."

... rettet uns Gott -
weil er
in seinem Wesen
gnädig ist

(und nicht erst noch
von uns umgestimmt werden müsste
).

"Allein die Heilige Schrift ..."

... eröffnet uns,
wie Gott ist
und was er will

(nicht irgendwelche kirchlichen Überlieferungen, Vorschriften, Oberhäupter...).

Die Bibel
ist das Kriterium!

"Allein der Glaube ..."

... bringt uns Gott nahe:
das ehrliche Gottvertrauen

(und nicht
irgendwelche besonderen
religiösen Praktiken
oder ethischen Bemühungen).

"Allein Jesus Christus ..."

... ist der Herr der Kirche, die Mitte der Bibel, der Kompass unseres Gewissens
(noch einmal: wenn es sein muss, gegen alle Tradition und alle "Obrigkeit").
Das gibt zu denken -
evangelische Christen sind zu eigener Verantwortung herausgefordert!

Norder Ökumene

Im Gebiet des Kirchenkreises Norden gehören ca. 85 % aller Christen zur Ev.-luth. Landes-kirche Hannovers. Allein in der Stadt Norden mit ihren Vororten gibt es 4 lutherische Gemeinden.

Neben den Lutheranern gibt es größere Gemeinden der

  • Ev.-reformierten Kirche (Norden-Lütetsburg)
  • Röm.-kath. Kirche
    (Norden und Hage).

Alle Freikirchen sind in der Stadt aktiv. Als älteste Freikirche gilt

  • die Ev.-freikirchliche Mennonitengemeinde;

besonders engagieren sich

  • die Ev.-freikirchliche Gemeinde (Baptisten),
  • die Freie evangelische Gemeinde („Im Spiet“) und
  • die Friedensgemeinde Norden "Kirche für alle", eine Pfingstgemeinde (in Tidofeld).

Alle diese Kirchen/Konfessionen/Gemeinden arbeiten in der "Norder Ökumene" vertrauensvoll zusammen. Neuestes Mitglied dieses informellen Bündnisses ist

  • die Neuapostolische Kirche
    (mit Gemeinden in Hage, Leezdorf,  Marienhafe-Norden und auf Norderney).

Ein weites Herz füreinander

Zu all diesen Kirchen unterhalten wir Lutheraner gute ökumenische Kontakte. Gemeinsame Treffen der Verantwortlichen finden regelmäßig statt - stets in der Stadt Norden, da die meisten Partner eben nur hier aktiv sind. In allen diakonischen und gesellschaftsdiakonischen Belangen arbeitet man gut und gerne zusammen (bspw. wurde die große Demonstration "gegen Rechts - für ein menschen-freundliches Miteinander" von allen ökumenischen Partnern mitgetragen) - selbstverständlich bei besonderen Gottesdiensten:

  • Monatlich: Ökumenische Friedensandachten in wechselnden Gemeinden
  • Jährlich: Ökumenischer Open-Air-Gottesdienst am Pfingstmontag auf dem Gelände der Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld
  • Jährlich: Ökumenischer Reformations-Gottesdienst am Reformationsfeiertag in Ludgeri

Ökumenische Weite: Afrika & Anglikaner

Durch unsere Kirchenkreis-Partnerschaften in den Sudan und nach Uganda bestehen auch intensive Beziehungen zur Anglikanischen Kirche
(Diözesen und Gemeinden).

/kirchenkreis_norden/Eine-Welt

Gewissensfreiheit & Menschenwürde

In diesem Sinne haben Gewissensfreiheit und Menschenwürde ihren Ursprung im Evangelium.

Darum protestieren "Protestanten" gegen alle Verhältnisse innerhalb und außerhalb der Kirche, die den Menschen unterdrücken, einengen, klein machen wollen.

Martin Luther meinte, die Reformation bleibe deshalb eine dauernde Aufgabe. Recht hat er. Und tatsächlich zeichnet sich die lutherische Kirche in unserer Generation durch ein hohes Maß an Selbstkritik aus. Weiter so!

Volkskirche. Eindeutig christlich.

Das ist Kirche:
"Volkskirche"
im evangelisch-lutherischen Sinne,
auch in unserem Kirchenkreis Norden.

Manchmal vielleicht verblüffend vielfältig.
Aber immer ohne beengende Einlinigkeit.

Und gerade so in ihrem Profil eindeutig christlich:
befreiend, ehrlich, menschen-freundlich, zukunfts-offen.

Eben "wie Wind und Weite..."